Der Mondberg-Uhu
Aus CMO
Der Mondberg-Uhu hat ein Bein,
sein linkes Bein, im Sonnenschein.
Das rechte Bein jedoch des Vogels
bewohnt das Schattenreich des Kogels.
5Bis hundertfünfzig Grad im Licht
gibt Herschel ihm (zwar Langley nicht),
im Düstern andrerseits desgleichen
dasselbe mit dem Minuszeichen.
Sein Wohl befiehlt ihm (man versteht),
10daß er sich stetig ruckweis dreht.
Er funktioniert wie eine Uhr
und ist doch bloß ein Uhu nur.
| Werkgruppe | Humoristische Lyrik |
| Werkbereich | Nachlese zur Galgenpoesie - Galgenlieder nebst anderem |
| Zyklus | – |
| Zyklusnummer | – |
| Titel | Der Mondberg-Uhu |
| Textanfang | Der Mondberg-Uhu hat ein Bein |
| Zitiert aus | SA Band III Humoristische Lyrik, S. 217 |
| Kommentar aus | SA Band III Humoristische Lyrik, S. 748-749 |
| Überlieferung | – |
| Datierung | Die SA nennt keine Datierung. Auf Basis des im Kommentar erwähnten, Ende 1907 versendeten Briefes an Joseph Ruederer, in dem CM auf den Mondberguhu verweist, schließt CMO, dass das Gedicht davor entstanden sein muss. |
| Druck | Alle Galgenlieder (1938), S. 50 |
| Gemeinfrei | ja |
| Volltext | siehe Unterseite |
| ID | HUM-SA-03-07-0101 |