Golch und Flubis
Aus CMO
Golch und Flubis, das sind zwei
Kentauren aus der Titanei,
die mir einst in einer Nacht
Zri, die große Zra, vermacht.
5Mangelt irgend mir ein Ding,
ein Beweis, ein Baum, ein Ring -
ruf ich Golch: und er verwandelt
sich in das, worum sich's handelt.
Während Flubis umgekehrt
10das wird, was man gern entbehrt.
Bei z. B. Halsbeschwerden
wird das Halsweh Flubis werden.
Fällte dich z. B. Mord,
ging' der Tod als Flubis fort.
15Lieblich lebt es sich mit solchen
wackern Flubissen und Golchen.
Darum suche jeder ja
dito Zri, die große Zra.
| Werkgruppe | Humoristische Lyrik |
| Werkbereich | Nachlese zur Galgenpoesie - Galgenlieder nebst anderem |
| Zyklus | – |
| Zyklusnummer | – |
| Titel | Golch und Flubis |
| Textanfang | Golch und Flubis, das sind zwei |
| Zitiert aus | SA Band III Humoristische Lyrik, S. 179 |
| Kommentar aus | SA Band III Humoristische Lyrik, S. 724 |
| Überlieferung | T 1905, Bl. 76 f. |
| Datierung | Der SA-Kommentar schreibt: Datierbar zwischen Ende Oktober und Ende Dezember 1905. |
| Druck | Der Gingganz (1919), S. 13 |
| Gemeinfrei | ja |
| Volltext | siehe Unterseite |
| ID | HUM-SA-03-07-0038 |