Das Grab des Hunds
Aus CMO
Gestern war ich in dem Tal,
wo der Hund begraben liegt.
Trat erst durch ein Felsportal
und dann wo nach links es biegt.
5Vorwärts drang ich ungestört
noch um ein Erkleckliches -
ist auch niemand da, der hört?
Denn nun tat ich Schreckliches:
Hob den Stein, auf welchem steht,
10welchem steht: Hier liegt der Hund -
hob den Stein auf, hob ihn - und -
sah - oh, die ihr da seid, geht!
Sah - sah die Idee des Hunds,
sah den Hund, den Hund an sich.
15Reichen wir die Hände uns;
dies ist wirklich fürchterlich.
Wie sie aussah, die Idee?
Bitte, bändigt euren Mund.
Denn ich kann nicht sagen meh
20als daß sie aussah wie ein - Hund.
| Werkgruppe | Humoristische Lyrik |
| Werkbereich | Nachlese zur Galgenpoesie - Galgenlieder nebst anderem |
| Zyklus | – |
| Zyklusnummer | – |
| Titel | Das Grab des Hunds |
| Textanfang | Gestern war ich in dem Tal |
| Zitiert aus | SA Band III Humoristische Lyrik, S. 184 |
| Kommentar aus | SA Band III Humoristische Lyrik, S. 727-728 |
| Überlieferung | T 1906, Bl. 99 |
| Datierung | Der SA-Kommentar schreibt: Datierbar Januar oder Februar 1906. |
| Druck | Palma Kunkel (1916), S. 46 |
| Gemeinfrei | ja |
| Volltext | siehe Unterseite |
| ID | HUM-SA-03-07-0050 |