Im Tierkostüm
Aus CMO
Palmström liebt es, Tiere nachzuahmen,
und erzieht zwei junge Schneider
lediglich auf Tierkostüme.
So z. B. hockt er gern als Rabe
5auf dem oberen Aste einer Eiche
und beobachtet den Himmel.
Häufig auch als Bernhardiner
legt er zottigen Kopf auf tapfere Pfoten,
bellt im Schlaf und träumt gerettete Wanderer.
10Oder spinnt ein Netz in seinem Garten
aus Spagat und sitzt als eine Spinne
tagelang in dessen Mitte.
Oder schwimmt, ein glotzgeäugter Karpfen,
rund um die Fontäne seines Teiches
15und erlaubt den Kindern ihn zu füttern.
Oder hängt sich im Kostüm des Storches
unter eines Luftschiffs Gondel
und verreist so nach Ägypten.
| Werkgruppe | Humoristische Lyrik |
| Werkbereich | Palmström |
| Zyklus | – |
| Zyklusnummer | – |
| Titel | Im Tierkostüm |
| Textanfang | Palmström liebt es, Tiere nachzuahmen |
| Zitiert aus | SA Band III Humoristische Lyrik, S. 116 |
| Kommentar aus | SA Band III Humoristische Lyrik, S. 674-675 |
| Überlieferung | T 1910-I, Bl. 24 und |
| Datierung | Der SA-Kommentar schreibt: vermutlich erste Januarhälfte 1910. |
| Druck | Palmström (1910), S. 20. |
| Gemeinfrei | ja |
| Volltexterfassung | siehe Unterseite |
| ID | HUM-SA-03-05-0013 |