Das Warenhaus
Palmström kann nicht ohne Post
leben:
Sie ist seiner Tage Kost.
Täglich dreimal ist er ganz
5 Spannung.
Täglich ist's der gleiche Tanz:
Selten hört er einen Brief
plumpsen
in den Kasten breit und tief.
10Düster schilt er auf den Mann,
welcher,
wie man weiß, nichts dafür kann.
Endlich kommt er drauf zurück:
auf das:
15"Warenhaus für Kleines Glück".
Und bestellt dort, frisch vom Rost,
(quasi):
ein Quartal - "Gemischte Post"!
Und nun kommt von früh bis spät
20 Post von
aller Art und Qualität.
Jedermann teilt sich ihm mit,
brieflich,
denkt an ihn auf Schritt und Tritt.
25Palmström sieht sich in die Welt
plötzlich
überall hineingestellt...
Und ihm wird schon wirr und weh...
Doch es
30ist ja nur das - "W. K. G."
| Werkgruppe | Humoristische Lyrik |
| Werkbereich | Palmström |
| Zyklus | – |
| Zyklusnummer | – |
| Titel | Das Warenhaus |
| Textanfang | Palmström kann nicht ohne Post |
| Zitiert aus | SA Band III Humoristische Lyrik, S. 113-114 |
| Kommentar aus | SA Band III Humoristische Lyrik, S. 673 |
| Überlieferung | – |
| Datierung | Der SA-Kommentar schreibt: vor dem 13. Januar 1910. An diesem Tag sandte CM die Gedichte der 1. Palmströmauflage an Bruno Cassirer, wie er ihm am 14. Januar 1910 schreibt. |
| Druck | Palmström (1910), S. 9 f. |
| Gemeinfrei | ja |
| Volltexterfassung | siehe Unterseite |
| ID | HUM-SA-03-05-0009 |