Die Priesterin: Unterschied zwischen den Versionen
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Aktuelle Version vom 3. Oktober 2026, 19:15 Uhr
Korf und Palmström
wetteifern in Notturnos
Nachdenklich nickt im Dämmer die Pagode...
Daneben tritt aus ihres Hauses Pforte
T'ang-ku-ei-i, die Hüterin der Orte
vom krausen Leben und vom grausen Tode.
5Aus ihrem Munde hängt die Mondschein-Ode
Tang-Wangs, des Kaisers, mit geblümter Borte,
in ihren Händen trägt sie eine Torte,
gekrönt von einer winzigen Kommode.
So wandelt sie die sieben ängstlich schmalen
10aus Flötenholz geschwungnen Tempelbrücken
zum Grabe des vom Mond erschlagnen Hundes -
und brockt den Kuchen in die Opferschalen -
und lockt den Mond, sich auf den Schrein zu bücken,
und reicht ihm ihr Gedicht gespitzten Mundes...
v. K.
| Werkgruppe | Humoristische Lyrik |
| Werkbereich | Palmström |
| Zyklus | – |
| Zyklusnummer | – |
| Titel | Die Priesterin |
| Textanfang | Nachdenklich nickt im Dämmer die Pagode |
| Zitiert aus | SA Band III Humoristische Lyrik, S. 128-129 |
| Kommentar aus | SA Band III Humoristische Lyrik, S. 685-686 |
| Überlieferung | – |
| Datierung | Der SA-Kommentar schließt aus einer Notiz der ersten Januarhälfte 1910, wo Die Priesterin erwähnt wird. |
| Druck | Palmström (1910), S. 28. |
| Gemeinfrei | ja |
| Volltexterfassung | siehe Unterseite |
| ID | HUM-SA-03-05-0031 |
Kommentar
Das Motto ganz oben gilt auch für das folgende Gedicht Der Rock.