Die unmögliche Tatsache
Aus CMO
Palmström, etwas schon an Jahren,
wird an einer Straßenbeuge
und von einem Kraftfahrzeuge
überfahren.
5"Wie war" (spricht er, sich erhebend
und entschlossen weiterlebend)
"möglich, wie dies Unglück, ja -:
daß es überhaupt geschah?
Ist die Staatskunst anzuklagen
10in bezug auf Kraftfahrwagen?
Gab die Polizeivorschrift
hier dem Fahrer freie Trift?
Oder war vielmehr verboten,
hier Lebendige zu Toten
15umzuwandeln, - kurz und schlicht:
Durfte hier der Kutscher nicht -?"
Eingehüllt in feuchte Tücher,
prüft er die Gesetzesbücher
und ist alsobald im Klaren:
20Wagen durften dort nicht fahren!
Und er kommt zu dem Ergebnis:
Nur ein Traum war das Erlebnis.
Weil, so schließt er messerscharf,
nicht sein kann, was nicht sein darf.
| Werkgruppe | Humoristische Lyrik |
| Werkbereich | Palmström |
| Zyklus | – |
| Zyklusnummer | – |
| Titel | Die unmögliche Tatsache |
| Textanfang | Palmström, etwas schon an Jahren |
| Zitiert aus | SA Band III Humoristische Lyrik, S. 119-120 |
| Kommentar aus | SA Band III Humoristische Lyrik, S. 678 |
| Überlieferung | T 1909-I, Bl. 65, |
| Datierung | Der SA-Kommentar schreibt: vermutlich Februar 1909 entstanden. |
| Druck | Palmström (1910), S. 11. |
| Gemeinfrei | ja |
| Volltexterfassung | siehe Unterseite |
| ID | HUM-SA-03-05-0019 |