Neue Revue (Zeitschrift)
Neue Revue (Untertitel: Halbmonatsschrift für das öffentliche Leben) war eine deutsche Literatur- und Kulturzeitschrift der späten Kaiserzeit, die in Berlin erschien.
Bibliografische Angaben zum 2. Septemberheft 1908
- Zeitschriftentitel: Neue Revue. Halbmonatsschrift für das öffentliche Leben.
- Herausgeber: Josef Adolf Bondy (teils gemeinsam mit Fritz Wolff).
- Verlag und Erscheinungsort: Berlin.
- Jahrgang und Heft: 1. Jahrgang (1907-1908), 2. Septemberheft 1908. Da es sich um eine Halbmonatsschrift handelte, entspricht das zweite Septemberheft der 24. Ausgabe des im Oktober 1907 begonnenen Jahrgangs.
Seite 1649: Christian Morgenstern
Auf Seite 1649 dieses Heftes befindet sich der Erstdruck von Christian Morgensterns Gedichtzyklus Fünf Teufelslegendchen.
Die zeitgenössische Rezeption nahm diesen Beitrag unmittelbar wahr; das Dresdner Journal berichtete am 24. September 1908 in einer Heftbesprechung der Neuen Revue: "Morgenstern steuert 'Fünf Teufelslegendchen' bei." In diesen Gedichten verarbeitete Morgenstern den schlichten Stil mittelalterlicher Holzschnitte in Versform.
Historischer Kontext zur Zeitschrift
Die Neue Revue bot ein interdisziplinäres Forum für Kunst, Dichtung, Theater und Wissenschaft. Historische Bekanntheit erlangte die Zeitschrift dadurch, dass Sigmund Freud im selben ersten Jahrgang (Heft 10, März 1908) seinen psychoanalytischen Essay Der Dichter und das Phantasieren erstveröffentlichte. Zum Jahreswechsel 1908/1909 verschmolz die Zeitschrift redaktionell mit anderen Blättern (unter anderem mit der Wochenschrift Morgen).
Digitalisate
- Internet Archive: Ein Volltext-Digitalisat des ersten Jahrgangs 1907-1908 (inklusive der Ausgaben mit Freud und Morgenstern) ist über das Internet Archive abrufbar.
Quellenangaben
- Dresdner Journal, Ausgabe vom 24.09.1908, Heftnotiz zur Neuen Revue (Digitalisat auf Sachsen.digital).
- Internet Archive: Bibliografische Metadaten zu Neue Revue. Halbmonatsschrift für das öffentliche Leben. Jahrgang 1. 1907-1908.
- Christian-Morgenstern-Online (CMO): Werkanmerkungen und Einleitungen zur Galgenpoesie.