Der Hecht

Aus CMO

Ein Hecht, vom heiligen Anton
bekehrt, beschloß, samt Frau und Sohn,
am vegetarischen Gedanken
moralisch sich emporzuranken.

5Er aß seit jenem nur noch dies:
Seegras, Seerose und Seegries.
Doch Gries, Gras, Rose floß, o Graus,
entsetzlich wieder hinten aus.

Der ganze Teich ward angesteckt.
10Fünfhundert Fische sind verreckt.
Doch Sankt Anton, gerufen eilig,
sprach nichts als: Heilig! heilig! heilig!

Humoristische Lyrik | Galgenlieder - aus vorherigen Ausgaben ausgeschiedene Gedichte und Vorreden
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Werkgruppe Humoristische Lyrik
Werkbereich Galgenlieder - aus vorherigen Ausgaben ausgeschiedene Gedichte und Vorreden
Zyklus –
Zyklusnummer –
Titel Der Hecht
Textanfang Ein Hecht, vom heiligen Anton
Zitiert aus SA Band III Humoristische Lyrik, S. 98
Kommentar aus SA Band III Humoristische Lyrik, S. 664
Überlieferung T 1906, Bl. 102
Datierung Der SA-Kommentar schreibt: Januar/Februar 1906.
Druck Galgenlieder (1908), S. 63
Gemeinfrei ja
Volltexterfassung siehe Unterseite
ID HUM-SA-03-04-0014