CMO:Digitalisierung der Transkripte der Tage- und Notizbücher
Stand: 16. August 2026
Eine der editorischen Grundlagen der Stuttgarter Ausgabe sind die Tage- und Notizbücher Christian Morgensterns. Um sie auszuwerten wurden diese entziffert und mit Schreibmaschine abgeschrieben. Während die Bücher selbst mittlerweile im Deutschen Literaturarchiv in Marbach zu finden sind, stehen die Abschriften im Christian-Morgenstern-Literaturmuseum.
Um sie nutzbar zu machen und nicht nur als Quellenangabe wahrzunehmen werden diese digitalisiert und in Folge auch durchsuchbar gemacht.
Bestand
- Die Transkripte gelangten als Dauerleihgabe aus dem Zentralarchiv der Christengemeinschaft ins Museum. Neben den Tagebüchern wurden auch andere Werke und die Briefe entziffert und maschinenschriftlich erfasst. Sie befinden sich in 142 Leitzordnern in 3 Stahlschränken mit je 5 Fächern.
- Die Typoskripte der Tage-und Notizbücher umfassen 38 Ordner.
- Sie beinhalten oft ein sog. Original und dazugehörige Kopien (Durchschläge, manchmal auch 2 oder 3)
- Stand der Digitalisierung: 14 Hefter gescannt, ca. 2850 Seiten.
- Hochrechnung auf den Gesamtbestand: ca. 8000 Seiten.
Geräte und Software
- Einzugsscanner: HP ScanJet Pro 3000 s4
- Flachbettscanner: Plustek OpticBook 4800, für Einzelseiten und verklebte Blätter
- Scansoftware: NAPS2, TWAIN-Treiber
- NAPS2 ersetzt HP Scan: HP Scan speichert jeden Scan sofort und endgültig, NAPS2 sammelt die Seiten als Miniaturen und erlaubt Nachscannen, Umsortieren und Löschen von Fehlscans vor dem Speichern.
- TWAIN statt WIA: Nur TWAIN öffnet die Ultraschall-Doppeleinzugserkennung des Scanners und die volle Auflösungsstufenauswahl.
Scanparameter
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Seiten | einseitig |
| Farbmodus | Farbe |
| Auflösung | 300 dpi |
| Format | JPEG |
| Qualität | 92 % |
Farbe, weil ein Teil der Blätter handschriftliche Notizen trägt und ein Teil von farbigen Schreibmaschinenbändern stammt.
JPEG 92 statt PNG: Die Information steht auf den Erstabschriften, die auf kräftigerem Papier liegen und hohen Kontrast haben. JPEG-Artefakte bei 92 % sitzen an Hell-Dunkel-Kanten und bleiben bei den dicken Buchstabenstrichen der Schreibmaschinenschrift im Randbereich, der Kern der Buchstaben bleibt sauber lesbar und für OCR verwertbar. Die dünnen Durchschläge sind Dubletten der Erstabschriften. Fällt deren OCR schlechter aus, geht kein Text verloren, weil derselbe Inhalt aus der Erstabschrift stammt. Bei rund 4000 Seiten liegt JPEG 92 im Bereich von ein bis zwei Gigabyte, PNG läge bei zehn bis fünfzehn.
Dateibenennung
- Schema:
hNNN_XXXX, h für Hefter, NNN die dreistellige Heftnummer, XXXX der vierstellige Seitenzähler. - Jeder Hefter erhält einen eigenen Ordner, damit der Seitenzähler bei 0001 beginnt.
- Dateimuster in NAPS2:
hNNN_$(nnnn).jpg
Verklebte Seiten
Bei der Herstellung zusammengeklebte Blätter lösen am Einzugsscanner die Doppeleinzugserkennung (passiert per Ultraschall) aus und stoppen den Scan. Drei Wege stehen zur Auswahl:
- WIA-Profil für den betroffenen Hefter verwenden. Die Doppeleinzugserkennung fehlt bei WIA vollständig, damit entfällt auch die Warnung bei echten Doppeleinzügen.
- Bei TWAIN die native Treiberoberfläche öffnen und die Doppeleinzugserkennung im HP-Dialog abschalten. Der Dialog öffnet sich dann bei jedem Scanvorgang neu.
- Verklebte Einzelseiten im Stapel überspringen und separat mit Plustek OpticBook scannen. Der Stapelscan mit voller Erkennung bleibt dabei intakt.
- Lösung: NASP2 stellt ein einfaches Umstellen der Scanschnittstelle zur Verfügung, so dass schnell zw. TWAIN und WIA gewechselt werden kann. Damit entsteht die geringste Unterbrechung im Workflow und der Scanstapel bleibt erhalten.