Prolog: Unterschied zwischen den Versionen

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== Kommentar ==
== Kommentar ==
{{Gedichtinformation
{{Gedichtinformation
|Titel = Prolog
| Werkgruppe = Lyrik
|Textanfang = Längst Gesagtes wieder sagen
| Werkbereich = In Phantas Schloß
|zitiert aus = [[Christian Morgenstern - Werke und Briefe. Kommentierte Ausgabe. Bd. I - Lyrik 1887-1905. Urachhaus 1988|Stuttgarter Ausgabe, Lyrik I]], S. 11
| Titel = Prolog
|Kommentar = [[Christian Morgenstern - Werke und Briefe. Kommentierte Ausgabe. Bd. I - Lyrik 1887-1905. Urachhaus 1988|Stuttgarter Ausgabe, Lyrik I]], S. 748
| Textanfang = Längst Gesagtes wieder sagen
|Überlieferung = [[Liste der Tagebücher Christian Morgensterns|T 1894 I]], Bl. 15f.
| Zitiert_aus = [[Christian Morgenstern - Werke und Briefe. Kommentierte Ausgabe. Bd. I - Lyrik 1887-1905. Urachhaus 1988|Stuttgarter Ausgabe, Lyrik I]], S. 11
|Datierung = vermutl. August 1894
| Kommentar = [[Christian Morgenstern - Werke und Briefe. Kommentierte Ausgabe. Bd. I - Lyrik 1887-1905. Urachhaus 1988|Stuttgarter Ausgabe, Lyrik I]], S. 743
|Erstdruck = In Phanta's Schloß (1895)
| Überlieferung = [[Liste der Tagebücher Christian Morgensterns|T 1894 I]], Bl. 15f.
|Gemeinfrei seit = 1985
| Datierung = vermutlich August 1894
|Rezeptionen = ...
| date_start = 1894-08-01
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| Erstdruck = [[In Phanta's Schloss (1895)]]
| Gemeinfrei_seit = 1985
| Rezeptionen_künstlerisch =
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| ID = LYR-SA-01-01-03
}}
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[[Kategorie:Gedicht]]
[[Kategorie:Gedicht]]
[[Kategorie:In Phantas Schloß]]
[[Kategorie:In Phantas Schloß]]

Version vom 19. Oktober 2025, 14:00 Uhr

Längst Gesagtes wieder sagen,
hab’ ich endlich gründlich satt.
Neue Sterne! Neues Wagen!
Fahre wohl, du alte Stadt,
5drin mit dürren Binsendächern
alte Traumbaracken stehn,
draus kokett mit schwarzen Fächern
meine Wunden Abschied wehn.
Kirchturm mit der Tränenzwiebel,
10als vielsagendem Symbol,
Holperpflaster, Dämmergiebel,
Wehmutskneipen, fahret wohl!

Hoch in einsam—heitren Stillen
gründ’ ich mir ein eignes Heim,
15ganz nach eignem Witz und Willen,
ohne Balken, Brett und Leim.
Rings um Sonnenstrahlgerüste
wallend Nebeltuch gespannt,
auf die All-gewölbten Brüste
20kühner Gipfel hingebannt.
Schlafgemach -: mit Sterngoldscheibchen
der Tapete Blau besprengt,
und darin als Leuchterweibchen
Frau Selene aufgehängt.

25Längst Gesagtes wieder sagen,
ach! ich hab’ es gründlich satt.
Phantas Rosse vor den Wagen!
Fackeln in die alte Stadt!
Wie die Häuser lichterlohen,
30wie es kracht und raucht und stürzt!
Auf, mein Herz! Empor zum frohen
Äther, tänzergleich geschürzt!
Schönheit-Sonnensegen, Freiheit.
Odem, goldfruchtschwere Kraft,
35ist die heilige Kräftedreiheit,
die aus Nichts das Ewige schafft.


Werkgruppe –
Werkbereich –
Zyklus –
Zyklusnummer –
Titel –
Textanfang –
Zitiert aus –
Kommentar aus –
Überlieferung –
Datierung –
Druck –
Gemeinfrei –
Volltexterfassung siehe Unterseite
ID –

Kommentar

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