Humoristische Gedichte - Ordens-Epos: Unterschied zwischen den Versionen
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Zu den humoristischen Gelegenheitsgedichten des jungen Morgenstern gehört ein Epos in studentischem, bohemehaftem Ton. Darin beschreibt er, kurz nach seiner Ankunft in Berlin, das Treiben des „Ordens“. So nannte sich ein geselliger Kreis von Künstlern, Schriftstellern und Musikern, der sich Ende November oder Anfang Dezember 1894 um Morgenstern und Eugenie Leroi bildete. | |||
Morgenstern hatte die Sängerin Eugenie Leroi aus Ems im August 1894 in Bad Grund im Harz kennengelernt. Die Kurverwaltung veranstaltete dort drei „Dilettantenabende“. Morgenstern trug eigene Gedichte vor, Eugenie Leroi sang Volkslieder und andere Lieder. Die Begegnung prägte Morgensterns Dichtung dieser Zeit entscheidend. Eugenie Leroi, die er Gena nannte, wurde zur Muse der Gedichte aus {{Kap|In Phantas Schloss}}. Anfang September verließ sie Bad Grund. Ende November 1894 trafen sich die beiden in Berlin wieder, und damit begann der „Orden“. | |||
Anfangs gehörte nur ein kleiner Freundeskreis dazu. Neben Morgenstern und Eugenie Leroi waren das vor allem Marie Gerdes, Fritz Beblo, Bruno Wille und Alfred Guttmann, vielleicht auch schon Willi Pastor und Heinrich Pudor. Im Frühjahr 1895 kamen Friedrich Kayssler und Georg Hirschfeld hinzu. Im März 1895 löste sich die Gruppe auf, im Oktober 1895 fand sie wieder zusammen. Danach schlossen sich weitere „Gäste“ und „Freunde“ an. | |||
<small>Nach dem Kommentar von Maurice Cureau in Band III der Stuttgarter Ausgabe.</small> | |||
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Aktuelle Version vom 11. Oktober 2026, 12:44 Uhr
Zu den humoristischen Gelegenheitsgedichten des jungen Morgenstern gehört ein Epos in studentischem, bohemehaftem Ton. Darin beschreibt er, kurz nach seiner Ankunft in Berlin, das Treiben des „Ordens“. So nannte sich ein geselliger Kreis von Künstlern, Schriftstellern und Musikern, der sich Ende November oder Anfang Dezember 1894 um Morgenstern und Eugenie Leroi bildete.
Morgenstern hatte die Sängerin Eugenie Leroi aus Ems im August 1894 in Bad Grund im Harz kennengelernt. Die Kurverwaltung veranstaltete dort drei „Dilettantenabende“. Morgenstern trug eigene Gedichte vor, Eugenie Leroi sang Volkslieder und andere Lieder. Die Begegnung prägte Morgensterns Dichtung dieser Zeit entscheidend. Eugenie Leroi, die er Gena nannte, wurde zur Muse der Gedichte aus In Phantas Schloss. Anfang September verließ sie Bad Grund. Ende November 1894 trafen sich die beiden in Berlin wieder, und damit begann der „Orden“.
Anfangs gehörte nur ein kleiner Freundeskreis dazu. Neben Morgenstern und Eugenie Leroi waren das vor allem Marie Gerdes, Fritz Beblo, Bruno Wille und Alfred Guttmann, vielleicht auch schon Willi Pastor und Heinrich Pudor. Im Frühjahr 1895 kamen Friedrich Kayssler und Georg Hirschfeld hinzu. Im März 1895 löste sich die Gruppe auf, im Oktober 1895 fand sie wieder zusammen. Danach schlossen sich weitere „Gäste“ und „Freunde“ an.
Nach dem Kommentar von Maurice Cureau in Band III der Stuttgarter Ausgabe.
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