Epilog II/Volltext: Unterschied zwischen den Versionen
UweS (Diskussion | Beiträge) Die Seite wurde neu angelegt: „Lieb sind mir und heilig die Götter, Phanta, an deren Tisch du mich ludest. Doch eines schmerzt mich: Sind diese Götter aus meinem ureigensten Ich herausgezeugt? Sind sie unsere, ganz allein unsere Söhne, Phanta?... Noch bin ich nur ein Prometheus, mit ehernen Ketten festgeschmiedet ans Riesenkreuz der Vergangenheit, des Felsenstamm und Felsenarme gefügt und geschichtet aus Quaderblöcken alter Kulturen. Aber am Herzen frißt mir der Geier Sehnsuch…“ |
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Aktuelle Version vom 2. September 2026, 11:50 Uhr
Lieb sind mir und heilig die Götter, Phanta, an deren Tisch du mich ludest.
Doch eines schmerzt mich: Sind diese Götter aus meinem ureigensten Ich herausgezeugt? Sind sie unsere, ganz allein unsere Söhne, Phanta?...
Noch bin ich nur ein Prometheus, mit ehernen Ketten festgeschmiedet ans Riesenkreuz der Vergangenheit, des Felsenstamm und Felsenarme gefügt und geschichtet aus Quaderblöcken alter Kulturen.
Aber am Herzen frißt mir der Geier Sehnsucht. Langsam füllt sich zu Füßen mir die Schale mit meinem Herzblut.
Laß mich allein, herrlichstes Weib, das die Erde mir gab! Erst wenn rot bis zum Rand den goldenen Gral die Flut erfüllt, kehr' mir zurück! Dann will ich dich taufen mit meinem Blut, meine schwirrende Schwalbe, mein heimatlos, heidnisch Kind.
Und dann, denk' ich, Freundin Phanta. soll unser Bund erst beginnen.