WdT2108: Unterschied zwischen den Versionen
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Aber dennoch weiß er: Moralität ist die seinem innersten Wesen zugehörige Ordnung. | |||
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Aktuelle Version vom 6. Juni 2026, 07:07 Uhr
Wenn der Mensch zu sich kommt, erlebt er sich als gewissenbegabt.
Sich rein darlebend, fühlt er sich zur Moralität bestimmt.
Keine Naturnotwendigkeit bestimmt ihn dazu.
Keineswegs liegt es so, daß er nicht anders als moralisch leben kann.
Er muß dieses ihm gemäße Leben vielmehr erringen im Kampf mit anders geordneten und anderes erstrebenden Mächten.
Er muß die moralischen Beziehungen von Mensch zu Mensch schaffen im Widerstreit mit unmoralischen und amoralischen Elementen.
Aber dennoch weiß er: Moralität ist die seinem innersten Wesen zugehörige Ordnung.
Der Riß zwischen ihm und der Natur ist damit gegeben. Menschenland - das weiß er nun - hat ein anderes Gesetz als die Natur.
Auch einen anderen Ursprung.
Morgenstern, Margareta (Hg.): Wer vom Ziel nicht weiß, kann den Weg nicht haben. - München: Piper, 1939.